Entstehungsgeschichte des heutigen Restaurants "Sankt Wendelin" zu Wehrstapel (anhand von Kartenmaterial) von der Urmessung bis heute:

Das Stammhaus - Vorgeschichte:

Das Geschlecht derer von Schulte zu Wehrstapel stammt ursprünglich von Eversberg. Ihr Stammhaus - genannt Eukmanns - lag an der Nordwestseite von Eversberg im Hagen (Quelle: Geschichte der Stadt Eversberg, Westerbauergemeinschaft Nr. 26) in der Flur 8, Flurstück 666. Letzter Eigentümer derer von Schulten war Heinrich Schulte. Dieser verkaufte im Jahre 1837 das gesamte Anwesen in Eversberg an Caspar Hallmann, siedelte im Ruhrtal auf dem Flurstück 123 an und erbaute ein Haus mit Wirtschaft.

(Ehel. Maria und Josef Schulte - Bild vergrößern)

 

Das Anwesen im Ruhrtal - Vorgeschichte:

Im Jahre 1833 verstarb Bernhard Schulte in Eversberg und vererbte in Erbengemeinschaft seinen gesamten Besitz an Heinrich Schulte, Johann Schulte und Lewin Stöffener - alle Wohnhaft in Eversberg.

 

1837 tauschte Heinrich Schulte das geerbte Flurstück 56b der Gemarkung Eversberg der Flur 6 - Ackerland im Gimmenthal - mit dem geerbten Grundstück des Bruders Johann Schulte, Flurstück 123 der Gemarkung Eversberg der Flur 1 - Ackerland im Oehlchen, Wehrstapel - und errichtete ein landwirtschaftliches Anwesen mit Gastronomie.

(Pferdewechselstation - Bild vergrößern)

 

Bereits 1843 wurde angebaut und die an der östlichen Grundstücksgrenze gelegenen Nachbargrundstücke für 70 Taler von Anton Fust aus Eversberg gekauft. Ein weiterer Anbau im Jahre 1879 sollte das Wirtschaftsgebäude auf nunmehr die doppelte Größe anwachsen lassen.

 

Nach der Seperations-Neumessung im Jahre 1908 wurde das Grundstück aus der Flur 11 in die Flur 15 (beide Gemarkung Eversberg) umgeflurt. Gleichzeitig wurde ein Grenzausgleich (Grenzbegradigung) durchgeführt wobei 288 m² zugesprochen wurden.

(Wirtschaft Heinrich Schulte, Anfang 1900 - Bild vergrößern)

 

1934 wurde ein weiteres mal angebaut. Das vorhandene Gebäude wurde um eine Scheune nebst Stallungen erweitert. Ebenfalls enthalten in diesem Anbau waren der Saal des Gasthofes und ein Lebensmittelladen (Konsum).

(Nach dem Anbau 1934 - Bild vergrößern)

Nur wenige Jahre später gab man 1939 für den Neubau der Reichsstraße 7 einen Teil von 20 m² ab.

1959 wurde die Gastwirtschaft umgebaut, sowie eine neue Küche angebaut - Erweiterung des Wohnzimmers - neuer Eingang.

(Innenansicht der Gastwirtschaft nach dem Umbau 1959 - Bild vergrößern)

1981 übernahm der zweite Sohn Wendelin-Johannes der Eheleute Josef und Theresia Schulte zusammen mit Ehefrau Sigrid geb. Borchers aus Braunlage, das Anwesen mit Gasthof. Die im Jahre 1934 angebauten Scheunen wurden von Wendelin Schulte noch im selben Jahr abgebrochen. Nach Abriss der Stallungen entstand ein Wohnbereich für die Eheleute Heinrich Schulte. Weitere 2 Jahre später wurde 1983 die Gastwirtschaft zu einem Restaurant umgebaut, sowie ein neuer Eingang errichtet. Der bisherige Garten wurde zu Parkflächen umgewandelt.

Fortan trägt das Haus den bis heute bekannten Namen "Restaurant Sankt Wendelin".

(Restaurant Sankt Wendelin - Bild vergrößern)